Unterwegs im Wald von Glengarriff

Unser Tag in Glengarriff

Wald_Glengarriff

Unser Couchsurfing Host war leider noch nicht Zuhause, als wir dort ankamen, aber ihr Sohn begrüßte uns freundlich und nahm schon mal unser Rucksäcke entgegen, damit wir die Umgebung leichter erkunden konnten. Nach einem kurzen Spaziergang durch den kleinen Ortskern machten wir uns auf den Weg in den Wald des Glengarriff Nature Reserve.

Glengarriff Nature Reserve

Glengarriff_state_forest

Irland, wie man es sich vorstellt.

Die ersten paar hundert Meter zum Wald waren gleichzeitig auch die ersten Meter des Beara Way. Eine einfache, kleine Nebenstraße mit vielen Büschen und Bäumen am Rand und ein paar wenigen Häusern. Nicht gerade abenteuerlich, aber durchaus schön. Nach relativ kurzer Zeit kam kein einziges Haus mehr. Auch die Büsche und Bäume wichen saftigen grünen Wiesen, die von großen Felsbrocken durchzogen waren. Die rauhe Natur Irlands in all ihrer Schönheit. Wirklich beeindruckend und eine schöne Abwechslung zu Deutschland. An einem Wanderparkplatz verließen wir den Beara Way und bogen auf einen schmalen Pfad in den state Forest ein. Es duftete nach feuchter Erde und Moos während wir von der Sonne begleitet bergauf liefen. Der Trampelpfad wurde zu einem schmlaen Wanderweg, der sich durch den Wald schlengelte. Die frische Luft und die Bewegung taten unglaublich gut und wir freuten uns schon auf die kommenden Tage auf dem Beara Way. Als sich der Wald etwas lichtete und wir am Rand über felsigen Untergrund liefen, hatten wir einen tollen Ausblick über den Wald und das Glengarriff Nature Reserve.

Glengarriff_state_forest_Aussichtspunkt

Ausblick über den Glengarriff state Forest bis hin zum Meer.

Rückweg durch dichten Wald

Glengarriff_state_forest_Wasserfall

Malerischer Bachlauf mit kleinem Wasserfall, umgeben von moosigen Bäumen.

Auf dem letzten Teil der Strecke wurde der Wald noch etwas dichter. Den Bäumen konnte man ihr Alter zum Teil deutlich ansehen. Die Atmosphäre war irgendwie märchenhaft, was durch die kleinen Bachläufe noch verstärkt wurde. Dem Schild Richtung Wasserfall mussten wir in dierser Stimmung natürlich folgen. Es war auch nur ein kleiner Umweg in eine Sackgasse. Der sogenannte Wasserfall war zwar eigentlich nur eine Stufe im Fluss, aber der Ort hatte trotzdem etwas magisches an sich. Alte Bäume, die von Ranken umschlungen wurden, Moos in den verschiedensten Grüntönen und das sanfte Plätschern des kleinen Flusses. Dieser Fluss begleitete uns noch eine ganze Weile auf unserem Rückweg. Mal sprudelte er am Wegesrand entlang, mal überquerten wir ihn über eine Brücke, bis wir schließlich an eine große Wiese gelangten die vom Fluss in zwei Hälften geteilt wurde. Ein schöner Endpunkt für unsere Wanderung, denn wir waren nur noch ein paar hundert Meter vom Ortskern entfernt.

Ein gelungener Tag

Der Wald des Glengarriff Nature Reserve war wirklich ein tolles Erlebnis und eine gute Vorbereitung auf die kommenden Tage auf dem Beara Way. Die Anstiege waren nicht zu steil, das Wetter hervorragend, die Aussicht atemberaubend und die Natur einfach umwerfend. Vor allem, wenn du sonst großteils auf deinen vier Buchstaben sitzt, bietet es sich an, dem Körper eine kleine Eingewöhnungsphase zu gönnen. Schön war aber nicht nur unsere etwa vierstündige Wanderung, sondern auch unsere Unterkunft, die wir zum ersten Mal nach unserer Waldwanderung betraten. Unser Couchsurfing-Host war total nett und wir hatten ein eigenes Zimmer mit zwei zusammengestellten Einzelbetten. Dem Host war sehr daran gelegen, dass wir am nächsten Tag fit für unsere erste Beara Way Etappe sind, also wurden wir abends sogar noch bekocht. Einen besseren Start in unser Abenteuer Irland hätten wir uns wirklich nicht vorstellen können.

Infos zu Glengarriff und dem Nature Reserve

Glengarriff liegt im Herzen von West Cork an der Bantry Bay, 30km östlich von Castletownbere und beherbergt wahnsinnige 800 Einwohner. Trotz der Überschaubarkeit des Ortes gibt es ein paar kleine Läden, in denen du auch Souvenirs bekommst oder deine Vorräte aufstocken kannst. Auf einen größeren Supermarkt musst du allerdings verzichten. Daran solltest du dich aber ohnehin gewöhnen, wenn du auf der Beara Halbinsel unterwegs bist. Den ein oder anderen Pub findest du in Glengarriff natürlich auch. Bisher haben wir in Irland noch keine Ortschaft ohne Pub gefunden. Wir werden berichten, falls es irgendwann soweit ist. Es gibt das Gerücht, dass in Irland erst ein Pub, dann eine Kirche und dann drum herum die Ortschaft gebaut wird. Klingt nicht sonderlich abwegig. Aber das wirst du sicher noch selbst feststellen, wenn du das erste Mal durch Irland wanderst.

Das Glengarriff Nature Reserve ist 300 Hektar groß. Wir konnten mit unserer Wanderung durch den Wald demnach nur einen Bruchteil erkunden. Beim nächsten Besuch in Glengarriff wird der nächste Abschnitt des Naturreservats in Angriff genommen. Auch die Insel Ilnacullin (oder auch Garinish Island) steht beim nächsten Mal mit auf dem Programm. Die Insel wird auch Garteninsel genannt und soll ein echtes Paradies sein. Der Wald, den wir durchlaufen haben, besteht zum größten Teil aus Eichen und Birken (laut Wikipedia, einige der ältesten Irlands). Die Ruhe und die mehr oder weniger unberührte Natur im Wald haben uns wirklich beeindruckt und waren eine schöne Einstimmung auf den Beara Way. (Mehr Infos findest du auf der offiziellen Homepage des Glengarriff Nature Reserve.)

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Cork_Aufbruch_Glengarriff    Abreise_Irland

 

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